So viel Strom kostet ein Indoor Grow (NDL vs LED)

Beim Indoor Growing sind die Stromkosten leider nicht zu vernachlässigen. Die Lampen, Abluft und Ventilation sind hierbei die größten Kostentreiber. Im Folgenden erfährst Du, was ein Home Grow mit 400 Watt ungefähr kostet, und wie das Kostenverhältnis zu einem LED-Grow ist.

Stromzähler


Welche Verbraucher haben wir?

  • die Grow Beleuchtung
  • den Rohrventilator des Abluftsystems
  • weitere Umluftventilatoren
  • ggf. Heizung oder KĂĽhlung des Growrooms oder der Nährmittellösung

 

Wie hoch ist der Stromverbrauch?

Die Höhes des Stromverbrauchs beim Indoor Grow hängt in erster Linie von der eingesetzten Grow Beleuchtung ab. Je nachdem, welche Beleuchtung mit welcher Leistung verwendet wird, braucht man dann auch einen Rohrventilator mit mehr Leistung für das Abluftsystem um die verbrauchte, warme Luft nach draußen zu bringen.

In den folgenden Beispielen zeigen wir den Stromverbrauch eines typischen Grows auf einem Quadratmeter. Dabei gehen wir davon aus, dass eine Kilowattstunde Strom 0,28 EUR kostet und ein Monat durchschnittlich 30,4 Tage hat.

 

Beispiel eines Grows mit Natriumdampflampe:

Philips SON-T Agro NDL 400WWenn wir eine Natriumdampflampe mit 400 Watt an einem elektronischen Vorschaltgerät betreiben, benötigen wir hierfür 415 Watt Leistung für 12 Stunden am Tag. Das kostet 42,26 Euro pro Monat.

Wegen der entstehenden Wärme in einer 2 Kubikmeter großen Growbox kommt ein Rohrventilator zum Einsatz, der eine Leistung von 37 Watt hat und 24 Stunden am Tag läuft und Stromkosten in Höhe von 7,60 Euro pro Monat erzeugt.

Dazu kommen noch ein oder zwei Clipventilatoren mit insgesamt 30 Watt an 24 Stunden pro Tag, die Kosten von 6,08 Euro pro Monat erzeugen.

Damit kostet uns unser NDL-Grow also insgesamt 55,94 Euro pro Monat.

Hierbei sind noch nicht die Kosten für Heizung oder Kühlung des Growrooms oder der Nährmittellösung eingerechnet.

 

Beispiel LED Grow Stromverbrauch:

Greenception GC-9 Grow LEDHier kommt eine Greenception GC-9 LED mit 288 Watt Leistung an 12 Stunden pro Tag zum Einsatz, das ist ungefähr äquivalent zu einer 400-W-Natriumdampflampe und kostet uns 29,49 EUR pro Monat

Da eine LED bei weitem nicht so viel Wärme wie eine Natriumdampflampe produziert, kommen wir hier mit einem kleineren Abluftsystem aus und der Rohrventilator verbraucht nur noch 25 Watt, dies schlägt mit 5,17 Euro pro Monat zu Buche.

Wie gehabt nehmen wir an, es gibt 30 Watt weiterer Verbraucher wie Clipventilatoren o.ä., die uns 6,08 EUR pro Monat kosten.

Unser LED-Grow hat damit Stromkosten von insgesamt 40,74 Euro pro Monat.

Damit kostet unser LED-Grow also 15,20 Euro weniger pro Monat, als es beim NDL-Grow der Fall ist.

 

Und die Anschaffungskosten?

Tatsächlich kostet eine Grow LED deutlich mehr als eine Natriumdampflampe. Bei letzterer kommt noch etwas Zubehör dazu.

Zum Beispiel:

Kosten gesamt: 253,30 EUR

Eine Greenception GC-9 Grow-LED kostet hingegen 589,90 EUR. Damit ist sie also 336,60 EUR teurer als die Natriumdampflampe mit Zubehör.

Da die monatlichen Stromkosten aus unserem Beispiel beim Einsatz einer LED aber 15,20 EUR niedriger sind, hat sich die LED also nach etwas ĂĽber 22 Monaten bezahlt gemacht!

Ab diesem Zeitpunkt hat man die höheren Kosten der Anschaffung durch die Energieersparnis im laufenden Betrieb ausgeglichen und growt fortan günstiger, als es beim Einsatz einer Natriumdampflampe der Fall ist.

 

Wie hoch sind die Stromkosten verschiedener Grow Lampen?

Die folgende Tabelle zeigt in der Übersicht, was der Betrieb verschiedener Grow Lampen im Vergleich ungefähr kostet, so zum Beispiel die Stromkosten für 600 W NDL oder den Stromverbrauch eines LED-Grows.

Eingangsleistung Stromkosten pro Monat
bei 12 Stunden am Tag
(1 Kilowattstunde = 0,28 EUR)
NDL / MH  250 W EVSG 260 W 26,45 €
NDL / MH 400 W EVSG 415 W 42,26 €
NDL / MH 600 W EVSG 620 W 63,23 €
CMH 315 W EVSG 334 W 34,05 €
LED 150 W 150 W 15,20 €
LED 215 W 215 W 21,89 €

Den eigenen Verbrauch kann man gut ermitteln mit dem Grow Stromrechner.

 

Fazit

Meistens kommen noch Kosten für Heizung oder Kühlung des Growrooms hinzu, die wir hier nicht berücksichtigt haben, da es stark von den Gegebenheiten vor Ort abhängt. Hier kann die Wärmeentwicklung einer NDL beispielsweise auch ein Vorteil sein, wenn dann weniger geheizt werden muss.

Grundsätzlich zeigt sich aber, dass LEDs deutlich Strom sparen, sich aufgrund ihrer relativ hohen Anschaffungskosten aber eher für diejenigen bezahlt machen, die sie auch oft und lange einsetzen werden.

Hinweis: Alle Preise sind Stand 12.03.2019 und können sich in Zukunft ändern.