5 Tipps, wie man den Geruch beim Indoor Growing los wird

Beim Indoor Growing kann es schon mal vorkommen, dass die Pflanzen, die man hegt und pflegt, besonders in der Blütephase Gerüche absondern. Sogenannte flüchtige organische Verbindungen (volatile organic compounds, kurz VOC) sind kohlenstoffhaltige Stoffe, die durch Verdunstung in die Gasphase übergehen und die Luft dadurch quasi “verunreinigen”. Und das kann man riechen! Da ja niemand mit seiner Gärtnerei die Nachbarn stören möchte, gibt es natürlich ein paar Abhilfen, um lästige Gerüche zu eliminieren.

Hier sind die wichtigsten fünf wichtigsten Methoden zur Geruchsneutralisierung im Grow Room:

1. Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren und senken

GrowPRO Thermometer & HygrometerDie Temperatur und Luftfeuchtigkeit können einen nicht unerheblichen Einfluß auf das Entstehen von Gerüchen in der Blütephase haben. Abgesehen davon sind dies in der Blüte sowieso absolut erhebliche Faktoren, da die Luftfeuchtigkeit eher niedrig sein sollte, so dass sich kein Schimmel bilden kann. Außerdem funktionieren Aktivkohlefilter auch nicht mehr, wenn die Luftfeuchtigkeit über 70% liegt. Dies ist definitiv zu hoch.
Als schnelle Abhilfe empfehlen sich grundsätzlich ein Luftentfeuchter und eine Klimaanlage.
Wie man sonst noch die Luftfeuchtigkeit kontrollieren kann, steht hier: Luftfeuchtigkeit senken (oder erhöhen) beim Indoor Grow und es gibt auch Abhilfe, falls den Pflanzen zu warm ist.

2. Die Luft muss zirkulieren

Auch die Luftzirkulation hilft nicht nur gegen Schimmel, Hitzestaus oder zu hohe Luftfeuchtigkeit sondern sorgt auch dafür, dass Gerüche abtransportiert werden. Optimal ist die Kombination aus Umluftventilatoren im Grow Room sowie eines Abluftsystems, welches verbrauchte Luft nach draußen zieht und reinigt. In größeren Grow Rooms gibt es ggf. auch noch ein Zuluftsystem mit etwas weniger Leistung.

3. Sorge für einen leichten Unterdruck im Grow Room

Wenn in den Grow Room oder die Growbox etwas weniger Luft zugeführt wird, als durch das Abluftsystem abgeführt wird, entsteht ein leichter Unterdruck. Dieser verhindert, dass Gerüche unkontrolliert austreten und sie werden nur durch das Abluftsystem nach draußen gelangen.
Beim Einsatz einer Growbox passiert das quasi automatisch, wenn man kein Zuluftsystem benutzt. Das Abluftsystem zieht dann die Luft nach draußen und durch kleine Öffnungen in der Growbox zieht neue Luft nach innen. Die Öffnungen für Zuluft sollten dabei größer als die Öffnung für Abluft sein.
Sollte ein aktives Zuluftsystem eingesetzt werden, so sollte es stets weniger Förderleistung als das Abluftsystem haben.

4. Geruchsneutralisierendes Gel

ONA Gel, Fresh LinenBei starken Gerüchen in den letzten Wochen der Blüte kann ein geruchsneutralisierendes Gel helfen. Das klingt zwar erstmal super aber es ist wichtig zu wissen, dass diese Gele streng genommen Gerüche nicht neutralisieren, sondern überdecken. Als eine zusätzliche Maßnahme kann es aber durchaus helfen.
Das Gel sollte dabei nicht bei den Pflanzen im Grow Room stehen sondern besser dort, wo die verbrauchte Luft hin abtransportiert wird. Nur so lässt es sich absolut sicher verhindern, dass die Pflanzen nicht Teile des Geruchs des Gels annehmen.

5. Aktivkohlefilter

Aktivkohlefilter sind die mit Abstand effektivste Methode zur Luftreinigung. Für jeden guten Indoor Grow ist ein Aktivkohlefilter ein Muss. Die Abluft sollte erst durch den Aktivkohlefilter gezogen und dann vom Rohrventilator weiter nach draußen transportiert werden, wobei beim Auslass oder ggf. sogar im Luftrohr selbst ein geruchsneutralisierendes Gel eingesetzt werden kann.
Um die Lebensdauer des Aktivkohlefilters zu verlängern, sollte das Filtervlies in regelmäßigen Abständen gewechselt werden.

Rohrventilator mit Aktivkohlefilter