Automatische Grow-Tröpfchen-Bewässerung für Balkon und Topfpflanzen

Automatische Grow-Tröpfchen-Bewässerung für Balkon und Topfpflanzen

Eine ausreichende Versorgung mit Wasser ist die Grundvoraussetzung für alles Leben. Da eine perfekte Bewässerung Deines Grows erheblichen Einfluss auf Wachstum und Ernte hat, stellen wir Dir heute die Vorteile der verschiedenen automatischen Bewässerungssysteme vor. Durch einen hohen Grad an Automatisierung verbessern diese Systeme nicht nur das Gesamtergebnis und erleichtern Dir die Arbeit, sondern Du bekommst bei einigen System auch die Möglichkeit, Deine Pflanzen trotz längerer Abwesenheit zuverlässig zu bewässern. Mit den richtigen Komponenten kannst Du Dir ohne Probleme Deine eigene Tröpfchenbewässerung selber bauen.

Vorteile der automatischen Tröpfchenbewässerung

Das Bewässern Deiner Pflanzen mit einem automatischen Bewässerungssystem bringt eine Menge Vorteile mit sich. War es bisher ein Problem, Deinen Grow für mehrere Tage oder auch Wochen alleine zu lassen, hast Du mit einem automatischen System die ideale Urlaubsbewässerung. Auch Dein Wasserverbrauch wird sich verringern, da die Bewässerung direkt an der Wurzel stattfindet und weniger Wasser ungenutzt verdunstet. Unerwünscht hohe Luftfeuchtigkeit, z. B. in der Growbox, wird dadurch reduziert. Ist die automatische Tröpfchenbewässerung einmal installiert, spart sie Dir jeden Tag im Betrieb Zeit und lässt Deinen Schützlingen genau die benötigte Wassermenge zukommen. Die Tröpfchenbewässerung ist universell einsetzbar, d. h. Du kannst sie Indoor oder Outdoor, für Topf-, Balkon- und Zimmerpflanzen sowie natürlich in Deiner Growbox nutzen.

Funktionsweise automatischer Tröpfchen-Bewässerungssysteme

Im Grunde sind Tröpfchen-Bewässerungssysteme einfach aufgebaut und eignen sich daher gut zum selber zusammenstellen. In der Regel wird hinter die Wasserversorgung, also entweder die Pumpe in einem Behälter oder den Wasserhahn, ein Druckminderer mit Filter geschaltet. Von hier aus geht es weiter mit einer Hauptleitung (Verlegerohr), von dieser abgehend werden dann mittels kleinerer Schläuche (Mikroschläuche) die einzelnen Pflanzen versorgt. Um eine saubere Dosierung zu erreichen, werden auf die Verteilerrohre noch spezielle Tropfer oder Sprüher montiert. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, Tropfer direkt ins Verlegerohr einzusetzen und dieses dann an den einzelnen Pflanzen vorbei zu führen. Die Automatisierung erfolgt hierbei durch eine Zeitschaltuhr. Eine Ausnahme bilden stromlose Systeme wie von Autopot, hierzu bekommst Du mehr Informationen im folgenden Absatz.

Die drei gängigsten Typen der Tröpfchenbewässerung

Für Homegrower haben sich drei verschieden Systeme als praktisch und zuverlässig herausgestellt. Die wohl einfachste Möglichkeit ist der Anschluss direkt an einen Wasserhahn. Diese Systeme besitzen in der Regel eine akkubetriebene Zeitschaltung. Wenn Du Platz für eine Zisterne hast (also im Grunde einen größeren Bottich o. ä.), kommt für Dich auch eine Tauchpumpe in Frage. Der große Vorteil der Zisterne ist, dass Du das Wasser im Vorratsbehälter unproblematisch auf pH- und EC-Wert einstellen kannst. Damit werden Deine Pflanzen gleichzeitig perfekt mit Nährstoffen versorgt.

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Stromlose Bewässerung mit Autopot easy2grow

Eine passive, stromlose Bewässerungsanlage bieten Dir Systeme wie Autopot. Hier wird mit einem Wassertank, Töpfen und speziellen Untersetzern gearbeitet. Das Autopot-System füllt die Untersetzer ventilgesteuert bis zu einem bestimmten Pegel mit Wasser. Nun kann die Pflanze langsam das Wasser verbrauchen, ohne dass Weiteres zugeführt wird. Erst nachdem alles Wasser verbraucht wurde, gibt ein Spezialventil nach einer kurzen Trockenzeit die Wasserversorgung wieder frei.

Detaillierter Aufbau eines automatischen Bewässerungssystems

Bei Tröpfchen-Bewässerungssystemen, die mit Druck arbeiten, wird die Wassermenge nicht nur durch die Größe der Tropfer, sondern auch durch die Zeit bestimmt, in der im System Wasserdruck herrscht. Hierzu wird die Wasserzufuhr entweder am Wasserhahn oder an der Pumpe einer Zisterne in Intervallen per Zeitschaltuhr oder Bewässerungscomputer aktiviert. In das Verlegerohr (meist 16, 20 oder 25mm Durchmesser) baust Du als erstes einen Druckminderer ein, der den Wasserdruck auf ca. 1,5 – 1,8 Bar reguliert. Da ein Filter unerlässlich ist, um Verstopfungen der Tropfer / Sprüher zu vermeiden, empfiehlt sich hier direkt ein Kombi-Element aus Filter und Druckminderer. Vor oder hinter den Druckminderer solltest Du noch ein Rückschlagventil setzen, um die Trinkwasserhygiene bei einem eventuellen Unterdruck im Hauswassersystem nicht zu gefährden. Damit beim Start des Bewässerungsintervalls alle Tropfer gleichzeitig Wasser abgeben, hält das Rückschlagventil auch einen Restdruck im System und verhindert ein Leerlaufen der Leitungen. Von hier ab baust Du dann mithilfe von T- Verbindern, Endstücken und Kupplungen die Hauptleitung aus PE-Schläuchen (16, 20 oder 25 mm), so wie Du sie brauchst. Nun kannst Du entweder direkt Tropfer oder Kapillare an der Hauptleitung montieren (wenn sie direkt an Deinen Pflanzen vorbeiführt) oder jeweils eine dünne Leitung (Mikroschlauch 4×6 mm) von der Hauptleitung zu den einzelnen Pflanzen führen. Dazu machst Du mit der Lochstanze an den entsprechenden Stellen Löcher in die Hauptleitung und montierst entweder direkt den Tropfer, Kappillare oder einen Startverbinder. An den Startverbinder schließt Du dann den 4×6 mm Mikroschlauch an. Aufgrund von deren Flexibilität lässt sie sich leicht auf die passende Länge schneiden und zu den einzelnen Pflanzen / Töpfen führen. In der Regel wird auf das Leitungsende noch ein Tropfer / Sprüher gesetzt, um einen gleichmäßigen Durchfluss zu gewährleisten. Auch für die dünnen Leitungen gibt es natürlich Winkel, Verbinder, T-Stücke etc. Du kannst also alle Ecken Deiner Anbaufläche gut erreichen. Wer auf Tropfer verzichten möchte, hat noch die Möglichkeit, besonders dünne Kapillaren mit 3,2 mm Aussendurchmesser zu verwenden. (Für unterschiedliche Durchflussraten gibt es sie mit verschiedenen Innendurchmessern). Diese Kapillarschläuche werden direkt in die vorgestanzten Löcher der Hauptleitung gesteckt und dann zur Pflanze geführt.

Tipps und Tricks zum Schluss

Einige Dinge sind einfach nur gut zu wissen, andere sind unerlässlich für einen zuverlässigen Betrieb Deines neuen automatischen Tröpfchen-Bewässerungssystems. Wie schon erwähnt gehört ein Filter unbedingt ins System. Auch wenn das verwendete Wasser noch so sauber wirkt, die feinen Düsen von Sprühern und Tropfern verstopfen schon durch kleine Fremdkörper. Stelle auch sicher, dass Du den richtigen Druckminderer verwendest – 1,5 bis 1,8 bar sollte Dein System haben. Wenn Du sehr viele Tropfer und Leitungen verwendest, kann der Druck auch minimal höher liegen, damit alle Tropfer ausreichend Arbeitsdruck erhalten. Druckminderer für Flächenbewässerung sind nicht geeignet, hier werden Drücke von über 3 bar verwendet! Die Elemente verschiedener Hersteller sind untereinander kompatibel. So kannst Du z. B. den 16 mm T-Verbinder eines Herstellers problemlos mit dem 16 mm PE-Rohr eines anderen Herstellers verwenden. Gleiches gilt natürlich auch für die dünnen Kapillar- und Tropfleitungen. Die gängigste Variante bei Urlaubsbewässerungssystemen sind 4x6mm Mikroschläuche mit entsprechenden Tropfern. Du kannst also auch bestehende Systeme problemlos erweitern. Üblicherweise gibt es bei der Bewässerung verschiedene Maße, nämlich Zoll und metrisch. Elemente aus dem Sanitärbereich werden z.B. in Zoll angegeben, PE-Rohre wiederum in Millimetern, also metrisch. Bei Gartenschläuchen ist beides üblich. Damit Du Elemente in Zoll mit metrischen mischen kannst, haben wir ein breites Angebot an Adaptern für Dich im Shop.

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